Björn Brocks

Der Mord

.

Warum soll man über etwas schreiben, was entsetzlich, grausam und brutal ist? Warum lesen Menschen Bücher, die in allen Details den Übergang vom Leben zum Tod, vom Diesseits ins Jenseits beschreiben?

Die Beantwortung dieser Fragen ist so vielfältig wie das abwechslungsreiche Feld der Kriminalliteratur. In meinen 26 Dienstjahren als Polizeibeamter ist mir der Tod in seinen verschiedensten Facetten begegnet:

Als Unfallopfer, das völlig überraschend in Bruchteilen von Sekunden in den Tod katapultiert wurde. Als Unterlegener einer Prügelei, bei der ein so genannter Sieger kein Halten mehr kannte. Oder als wehrloses Opfer, das von Verbrechern in seiner Umgebung gezielt und geplant ermordet wurde. Die menschliche Seele präsentiert sich hierbei so abgrundtief böse, dass die Betrachter voller Entsetzen und Abscheu aber auch mit einer Portion Neugier und Faszination dieses Geschehen verfolgen.


Der Übergang von der Welt der Lebenden in das Reich des Todes wirft nicht nur spirituelle Fragen auf, deren Beantwortung den Weltreligionen vorbehalten bleibt.

Er setzt auch eine Maschinerie in Gang, bei der hoch engagierte und kompetente Ermittler mit einer ganzen Klaviatur taktischer und technischer Finessen vor allem die Fragen nach dem Täter, dem "Wie" und dem "Warum" klären.


Unzählige Ermittlerinnen und Ermittler haben daher schon unendlich viele Fälle lösen können. Die Berichte über ihre spannende Arbeit finden ihren Niederschlag in den Krimis dieser Welt.

Ein Krimi hat keine Bilder, er riecht nicht und er fasst einen nicht an. Die Bilder entstehen im Kopf, der Geruch in der Fantasie und die Berührung durch die Gänsehaut im Nacken, die beim Lesen langsam den Rücken hinunterkriecht. Jeder Mensch liest einen Kriminalroman mit seiner eigenen Vorstellungskraft und seinen eigenen Gefühlen. Und genau diese Mischung ist es, die die Faszination dieser mörderischen Literatur ausmacht.


Bereits in meiner Jugendzeit habe ich Gedichte, Sketche und kleinere Theaterstücke geschrieben. Schreiben war und ist für mich der Ausdruck persönlicher Kreativität, eine Art Bildhauerei an der Skulptur Sprache. Auch in meiner beruflichen Praxis als Polizeibeamter ist Sprache das Einsatzmittel Nummer eins. Gut gewählte Worte vermögen auf der einen Seite, Konflikte gewaltfrei zu beenden und können auf der anderen Seite als scharfe Androhung Gewalttäter zur Aufgabe zwingen.


Genießen Sie die Zeilen aus meiner Feder und erleben Sie mit Kriminalhauptkommissar Tarek Neumann und seinem Team die dunklen Seiten unserer Landeshauptstadt Hannover.


Ihr Björn Brocks